Holz ist “hygroskopisch”, es nimmt Feuchtigkeit aus der Luft auf bzw. gibt sie ab. Mit diesem Feuchteausgleich ergeben sich Dimensionsänderungen: Bei Feuchteaufnahme quillt das Holz und bei Feuchteabgabe schwindet es. Um die Fugenbildung über das gesamte Jahr möglichst gering zu halten, wird in den jeweiligen Produkt-Normen eine Holzfeuchtig- keit von 8/9 +-2 % festgeschrieben. Diese Holzfeuchtigkeit stellt sich ein, wenn man ein Stück Holz bei dem durchschnittlichen Raumklima von 20 °C und 50 % rel. Luftfeuchtigkeit über einen längeren Zeitraum lagert. Hier spricht man von der sog. “Holzausgleichsfeuchte“. Bei Änderungen des Raumklimas stellt sich zwangsläufig eine neue Holzausgleichsfeuchte ein mit der Konsequenz, dass das Parkett quillt oder schwindet. Das Schwinden des Holzes beeinflusst maßgeblich die Fugenbildung von Parkett während der Heizperiode.