• Ihr Parkettboden

    Tipps und Hinweise

Parkett auf Fußbodenheizung

Wohlbefinden für Ihre Füße

Parkettfußböden haben sich seit Jahren bei der Verlegung auf Warmwasser-Fußbodenheizungen bewährt. Entscheidend ist, dass bestimmte Verlegehinweise beachtet werden und die maximale Oberflächentemperatur des Parkettbodens auch in den Randzonen 29°C nicht übersteigt. Bei Neubauten werden höhere Temperaturen nicht benötigt. Bei Nichteinhaltung kann es zu Schäden (Formveränderungen, wie z. B. konvexe Verformungen, Schüsselungen, Aufstippungen und zu Ablösungen, Trockenrisse etc.) am Parkettboden kommen.

Bembé Parkett kann auf nahezu allen normgerechten Warmwasser-Fußbodenheizungen verlegt werden.
Neuere Entwicklungen bedürfen einer besonderen Beratung. Nähere Informationen finden Sie auch in unserem Merkblatt „Parkett auf Fußbodenheizung“ unter www.bembe.de/downloads. Wegen möglicher Fugenbildung sind kleinere Parkettelemente besser geeignet. Holzarten, wie z. B. Buche und Ahorn, neigen durch ihr aktives Quell- und Schwindverhalten zu verstärkter Fugenbildung und zu Formveränderungen (Schüsselungen). Wird ein Parkettboden großflächig mit Teppichen abgedeckt, kann es zu einem Wärmestau kommen. Um die Raumtemperatur dennoch zu halten, erhöht sich die Temperatur in der Fußbodenheizung. Die Folgen sind steigende Heizkosten und Schäden am Parkett und der Unterkonstruktion.

Das Raumklima

Holz atmet und ist beständig

Holz ist ein natürlicher Werkstoff, der auch in verarbeitetem Zustand „lebt“ und auf Veränderungen des Raumklimas reagiert: Ist über einen längeren Zeitraum die Luftfeuchtigkeit sehr hoch, nimmt das Parkett Feuchtigkeit auf und dehnt sich aus. Bei zu trockener Luft – dies kann vor allem in der Heizperiode vorkommen – wird dem Holz Feuchtigkeit entzogen. Sein Volumen verringert sich; es kommt zur Fugenbildung – eine naturbedingte Reaktion, die man akzeptieren muss. Sie ist ein Qualitätsmerkmal für echtes Parkett.
Bei Einhaltung des richtigen Raumklimas können diese natürlichen Erscheinungen jedoch weitgehend vermieden werden. Richtig ist eine Raumtemperatur von etwa 20°C bei einer relativen Luftfeuchte von ca. 50 – 60%. Bei zu trockener Luft müssen geeignete Maßnahmen zur Befeuchtung der Luft getroffen werden; auf diesen Sachverhalt ist insbesondere bei den mittlerweile weit verbreiteten Belüftungsanlagen zu achten. Im Fachhandel sind hierzu Luftbefeuchter verschiedener Systeme erhältlich. Wir empfehlen Ihnen die Nr. 1 in Europa, den Venta Luftbefeuchter, welchen wir Ihnen gerne in unseren Ausstellungen vorführen und anbieten. Da die relative Luftfeuchte schwer einzuschätzen ist, ist es sinnvoll, in den Räumen ein handelsübliches Hygrometer zu installieren. Damit ist eine gute Kontrolle möglich und es kann rechtzeitig befeuchtet werden. Zu trockene Luft schadet auch Möbeln, Tapeten und Teppichen. Diese ist, wie bei Teppichböden u. a. Ursache für die statische Aufladung. Das richtige Raumklima ist aber auch für das Wohlbefinden und die Gesundheit des Menschen vorteilhaft. Zu trockene Luft fördert beispielsweise Erkältungskrankheiten und vermindert – ebenso wie zu feuchte Luft – deutlich das körperliche Wohlbehagen.

Formveränderungen

Quell- und Schwindverhalten des Holzes

Holz reagiert auf Änderungen des Raumklimas. Insbesondere während der Heizperiode kann es durch zu trockene Luft zu verstärkter Fugenbildung und zu Formveränderungen (Schüsselungen) sowie auch zu Trockenrissen in der Oberfläche und gegebenenfalls auch
zu Ablösungen des Parketts vom Estrich kommen. Auch kann eine ungleichmäßige Fugenbildung entstehen, sogenannte Blockfugen. Dabei liegen einzelne Bereiche nahezu ohne Fugen, während sie an anderer Stelle überdurchschnittlich auftreten. Möglich ist auch, dass es insbesondere bei der Versiegelung von dunklen Hölzern zu einem Weißbruch im Bereich der Fugen kommen kann. Solche Erscheinungsbilder (Blockfugen und Weißbruch) können durch geölte oder bereits werkseitig fertige Oberflächen nahezu vermieden werden.

Farbabweichungen

Licht als entscheidender Faktor

Innerhalb einer Holzart gibt es natürliche Farbunterschiede, die wir trotz gewissenhafter Sortierung nicht völlig ausschließen können. Auch bei der Parkettverlegung sind sie nicht gänzlich zu vermeiden. Besonders ausgeprägt sind diese Farbstreuungen bei Exotenhölzern. Beachten Sie bitte auch, dass sich die Farben durch Lichteinwirkung verändern.

Fotos von Produkten sind in der Regel abhängig von der Kamera, Druck und Lichteinfall. Deshalb empfehlen wir einen Besuch in einem unserer Studios, um die tatsächliche Wirkung im Raum zu sehen.

Eingesehene bzw. erhaltene Muster sowie unsere Prospektunterlagen stellen eine – wie für ein Naturprodukt typisch – unverbindliche Farb- und Qualitätsprobe dar, deshalb kann nicht auf das Erscheinungsbild eines fertig verlegten Parkettbodens geschlossen werden. Es gelten die Bestimmungen der geltenden DIN/EN-Normen.

Wohnen mit Parkett

Richtige Belastung für maximale Lebensdauer

Belasten Sie Ihren frisch versiegelten oder geölten/gewachsten Parkettboden nie zu früh. Wasser sollten Sie nach Möglichkeit erst nach 8 Tagen zur Reinigung einsetzen. Teppiche, Läufer und Ähnliches sollten Sie erst nach etwa 14 Tagen auflegen. Geben Sie Ihrem neuen Parkettboden etwas Ruhe. Natürlich sind die Oberflächen nach 24 – 36 Stunden begehbar, je vorsichtiger Sie aber am Anfang sind, umso belastbarer sind die Oberflächen später.

Sorgen Sie in den ersten Monaten nach der Verlegung täglich für die regelmäßige Belüftung der Räume – auch wenn diese nicht bewohnt sind. Das Raumklima muss vor, während und unmittelbar nach der Verlegung konstant sein, auch wenn die Räumlichkeiten noch nicht genutzt werden, um beispielsweise durch Kondensat Schäden (Schüsselungen, etc.) am Parkettboden zu vermeiden.

Sandkörner und Steinchen sind der Feind eines jeden Fußbodens, ob Teppich, Kunststoff, Keramik, Stein oder Parkett. Daher ist es wichtig, an Eingängen geeignete, ausreichend dimensionierte Schmutzfangmatten oder -läufer vorzusehen.

Bitte versehen Sie Tisch- und Stuhlbeine mit geeigneten Filzgleitern. Als Rollen unter Sesseln und Bürostühlen sind nur Hartbelagsrollen nach EN 12529 mit breiter Auflage (eventuell Doppelrollen) geeignet. Für diesen Einsatz empfehlen wir außerdem transparente Parkettauflagen – bei uns aus hochwertigem Polycarbonat.

Weichmacherhaltige Materialien, wie z. B. in Teppichunterlagen, Möbelfüßen, Reifen und Stuhlrollen, können zu Verfärbungen des Bodens führen. Weiterhin kann es bei der Verwendung von ungeeigneten Klebebändern auf dem fertigen Bodenbelag zu Ablösungen der Oberflächenschicht, Rückständen und/oder Bodenverfärbungen kommen.

Die Oberflächenbehandlung

Versiegelte oder geölt/gewachste Parkettböden

Die Oberflächenbehandlung in Verbindung mit der Pflege schützt den Parkettboden, verhindert weitgehend das Eindringen von Schmutz und erleichtert wesentlich die Reinigung und die Pflege. Natürlich wird das Parkett dadurch nicht „wasserfest“. Feuchtigkeit kann nach wie vor, allerdings langsamer, vom Parkett aufgenommen und auch wieder abgegeben werden.

Vor Ort versiegelte/lackierte Parkettböden

Bei der Oberflächenbehandlung mit Dispersionslacken handelt es sich um eine schichtbildende Oberfläche, welche jedoch nicht als wasserfest anzusehen ist, da aufgrund von Schwund- und Quellprozessen des Holzes Mikrofugen auftreten. Sie sind mit bloßem Auge nicht wahrnehmbar und empfindlich gegen reichlich oder gar stehendes Wasser. Durch die richtige Reinigung und vor allen Dingen Pflege im richtigen Zyklus, kann diese „Empfindlichkeit“ jedoch drastisch reduziert werden.

Vor Ort geölte/gewachste Parkettböden

Eine weitere Möglichkeit ist die Behandlung mit einem Öl-/Ölwachssystem. Der Boden ist durch diese Behandlung auch weitgehend resistent gegen Wasserflecken und Schmutz und kann partiell ausgebessert werden. Daneben betont es die Strukturen und Farben des Holzes.

Werden die Oberflächen erst vor Ort auf den geschliffenen Parkettboden aufgebracht, geschieht dies in handwerklicher Arbeit. Dadurch sind Unregelmäßigkeiten in der Oberfläche, wie z. B. Einschlüsse von Staubpartikeln und Ähnlichem, nicht gänzlich zu vermeiden.

Werkseitige Oberflächen

man unterscheidet:

  • versiegelt/lackiert ››› UV-Lack-Systeme
  • geölt ››› UV-Öl-Systeme
  • geölt ››› oxidativ geölte Oberflächen (ähnliches Aussehen wie bei vor Ort geölten Oberflächen)

Die werkseitig versiegelten und werkseitig geölten Parkettböden haben hochwertige Oberflächen aus UV- oder oxidativ gehärteten Materialien. Der Vorteil werkseitig oberflächenbehandelter Parkettböden liegt in der deutlich kürzeren Ausführungszeit; nach Trocknung des Klebstoffes bzw. bei „schwimmender“ Verlegung können die Böden sofort genutzt werden. Zu den unterschiedlichen Oberflächensystemen beachten Sie bitte die entsprechende Pflegeanweisung.

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